u13 – Der Vierte gegen den Vierten

Nachdem das geplante erste Spiel der Gruppenliga Frankfurt gegen den SV Erbenheim wegen antarktischer Wetterverhältnisse ausgefallen ist, geht heute die Rückrunde für die Mädels der u13 richtig los. Der BSC in orange hat seine Quali-Gruppe auf Platz Vier beendet, ebenso die SG Riedberg in den blauen Trikots, die in ihrer Gruppe 1 den vierten Platz belegen konnte. Die Partie verspricht also spannend zu werden, auch die Altersstruktur ist heute ausgeglichener als in einigen vergangenen Spielen. Diesmal ist es der Gegner, der mit einem leicht jüngeren Team an den Start geht.

Das Match beginnt erst mal hektisch auf beiden Seiten, eine klare Struktur ist beim BSC zunächst nicht erkennbar. Trotzdem fällt schon in der fünften Spielminute der 1:0 Führungstreffer für die jungen Ladies in orange: Maxima zieht aus etwa 15 Meter ab und schlägt einen Ball in hohem Bogen Richtung des gegnerischen Tores. Die Torfrau kann die Kugel nicht richtig sichern und so kullert der Ball zur glücklichen Führung ins Riedberger Tor. Ruhe im Aufbauspiel will allerdings nicht so wirklich einkehren und viel zu viele Bälle werden unbedrängt verloren, da stets der direkte Passweg durch die Mitte gesucht wird. Die Mädels in blau sind allerdings auf dem Posten und lassen dort nichts anbrennen. Mara kann sich anschließend in der 16. Minute im Dribbling durchsetzen und die Torfrau zum 2:0 überwinden. Laura zeigt kurz darauf im Zusammenspiel mit Mara die wohl sehenswerteste Aktion des Spiels: Einen Diagonalpass auf die rechte Strafraumecke des Gegners chippt sie gefühlvoll per Direktspiel auf Mara am Strafstoßpunkt, die den Ball klasse aus der Luft holt und direkt zum 3:0 abschließt. Doch auch die Gegnerinnen spielen mutig mit und kommen mit ihren schnellen und robusten Offensivkräften nach Kontern immer wieder vor dem Schwalbacher Tor in Überzahl, die sie allerdings häufig fahrlässig verschenken. Gabi im Tor bekommt nun bei ihrem ersten Spiel für den BSC relativ viel Arbeit und muss einige starke Schüsse entschärfen. Bei einem kurzen Abwurf kommt allerdings eine Gegnerin an den Ball, passt in die Mitte und ihre Kollegin kann den Anschlusstreffer erzielen. Diese Slapstick-Einlage der Schwalbacher Defensive bringt noch mal unnötig Nervosität in die Mannschaft. Zum Glück ist dann erst mal Halbzeitpause.

Danach geht es wie schon in der ersten Halbzeit eher chaotisch zu Werke und  viele Bälle werden viel zu sorglos verschenkt. Doch die Bemühungen der Riedberger Spielerinnen lassen nach und so kommt Maxima in den Minuten 35 und 45 frei vor dem Tor zum Abschluss, was die Treffer zum 4:1 und zum 5:1 bedeutet. Der Gegner scheint sich nun aufzugeben und so fällt auch noch das 6:1 durch Mara, die relativ unbedrängt durch den Strafraum dribbeln darf und somit nur noch einschieben muss. Der BSC spürt die Unsicherheit des Gegners und wird damit selbst nachlässig, sodass die schnelle Nummer 9 der SG Riedberg nach einem langen Ball die Schwalbacher Abwehr einfach stehen lässt und das 6:2 erzielen kann.

Kurzer Cut von drei Minuten, wir befinden uns nun in der 58. Spielminute. Wieder kommt die Nummer 9 nach einem Steilpass in den Strafraum, den Ball kann Gabi zwar vor der Stürmerin sichern, bekommt jedoch deren Fuß voll ins Gesicht. Den dabei fallengelassenen Ball schnappt sich die Stürmerin und befördert ihn ins Tor, denn der Unparteiische hat die Aktion nicht mitbekommen. Gabi muss in der Folge ausgewechselt werden. Laura, ihres Zeichens ja ebenfalls Torfrau, wechselt also vom Feld ins Tor und bekommt gleich noch mal etwas zu tun: Eine Flanke des Gegners prallt scheinbar an Leonies Hüfte, was der Schiedsrichter jedoch als Handspiel wertet und einen Strafstoß verhängt. Das Glück ist in den letzten Minuten des Spiels wahrlich nicht auf Seiten des BSC, der als Folge des Strafstoßes das 6:4 kassiert. Dann ist auch Schluss in diesem zwar torreichen, aber fußballerisch eher unattraktiven Spiel. Fast alle Spielerinnen sind im ersten Spiel des Jahres 2018 unter ihren Möglichkeiten geblieben, was sicherlich auch an der eher schwachen Trainingsbeteiligung wegen harter Witterung und Krankheitswelle liegt. Daher gilt es nun, wieder voll durchzustarten und am kommenden Wochenende beim MFFC Wiesbaden eine bessere Leistung zu zeigen.

Was heute bleibt sind rekordverdächtige drei(!) Dreierpacks in einem Spiel durch Maxima, Mara und die Nummer 9 sowie ein wenigstens ergebnistechnisch guter Start in die Gruppenligaphase. Das Endergebnis spiegelt das Geschehen auf dem Platz relativ gut wider, da auch die Gäste durchaus ihre Chancen hatten. Vor allem die schnellen Konter und die hoch hineingeschlagenen Eckbälle brachten immer wieder Gefahr. Wir bedanken uns bei den Mädels vom Riedberg für das Spiel und wünschen viel Erfolg für die weiteren Spiele.

Es spielten: Anna, Gabi, Helena, Laura, Lena, Leonie, Mara, Maxima und Merle.

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