Leitbild

Leitbild unserer Jugendarbeit

Die Freude am Fußball und an der gelebten Gemeinschaft steht in unserem Verein an erster Stelle. Wir sind der Auffassung, dass Spaß und Erfolg in keiner Entweder-Oder-Beziehung stehen, sondern sehen Spaß als Grundsäule für den Erfolg. Das große Ziel unserer Jugendarbeit ist es, den Nachwuchs bestmöglich auf den Sprung in die Damen- und Herrenmannschaften vorzubereiten. Was uns im Mädchenbereich bereits gut gelingt, soll in den kommenden Jahren auch bei den Jungs möglich werden. Dazu ist es nötig, die Strukturen um eine B- und A-Jugend zu erweitern und somit die Möglichkeit zu bieten, alle Altersklassen beim BSC zu durchlaufen.

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, haben wir uns einige Leitlinien gesetzt, nach denen wir unsere Jugendarbeit ausrichten möchten:

 

Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

Die technischen, taktischen und methodischen Komponenten des Fußballs und der Trainingsgestaltung entwickeln sich kontinuierlich weiter. Langfristig möchten wir unsere Jugendarbeit immer weiter verbessern. Um unser Ziel zu erreichen ist es für uns unerlässlich, unseren Trainern die Möglichkeit zur fachlichen Fortbildung zu geben. Es ist unser mittelfristiges Ziel, jede Jugendmannschaft mit einem lizensierten Trainer zu besetzen, um unsere Kinder und Jugendlichen nach den aktuell besten Herangehensweisen zu trainieren und somit maximal effektiv auszubilden. In unserer Mädchenabteilung ist uns dies bereits gelungen, alle dort aktiven Trainer sind mindestens Inhaber der C-Lizenz. Im Jungenbereich ist Axel aktuell in der Ausbildung zur B-Lizenz und Emma und Samira werden im Sommer ihren C-Schein machen, um unsere Jüngsten mit noch mehr Ideen und Fachwissen zu trainieren.


 

Kindertraining ist kein Erwachsenentraining light.

Dieser mittlerweile nicht mehr ganz so neue Leitgedanke hat sich leider noch nicht überall durchgesetzt. „Lauft zum Aufwärmen mal zwei Runden um den Platz“ wird auch heute noch auf vielen Sportplätzen selbst bei den jüngsten Spielern praktiziert. Getreu dem Motto „Was früher gut war kann auch heute nicht schlecht sein“. Unser erklärtes Ziel ist es, die aktuellen methodischen Erkenntnisse aus den Sportwissenschaften zu nutzen und jedem Kind und Jugendlichen in unserem Verein ein altersgemäßes, abwechslungsreiches Training anzubieten. Die Ausdauer durch Rundenlaufen zu verbessern ist ineffektiv und out – Spielformen machen Spaß und schulen die gewünschten konditionellen Faktoren spielnah und quasi nebenbei.


 

Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.

Im Kinderfußball ist das Spiel am Wochenende eine Fortsetzung des Trainings. Die Spieler und Spielerinnen dürfen das Geübte unter realen Bedingungen und mit echtem Gegnerdruck ausprobieren. Stand die Woche über dribbeln auf dem Plan, dann muss das Kind auch am Samstag ins Dribbling gehen dürfen. Ob erfolgreich oder nicht – es wird aus der Aktion lernen. Für den Lernfortschritt ist es von höchster Bedeutung, dass das Kind ungehindert ausprobieren darf und seine eigenen Erfahrungen sammeln kann. Dazu muss der junge Kicker bestensfalls jede Position auf dem Platz mit all den unterschiedlichen Anforderungen einmal kennen lernen können. Eine Dauerbeschallung mit taktischen Anweisungen durch den Trainer oder Eltern sollte dabei unterlassen werden, damit das Kind selbst nach Lösungen suchen kann. Denn wie schon erwähnt: Sage es mir, und ich werde vergessen…


 

Erlebnis- statt Ergebnisdenken im Kinderfußball

Gewinnen im Kinderfußball ist mehr oder weniger einfach: Man nehme die drei körperlich am weitesten entwickelten Kinder, bolzt mit ihnen im Training Kondition und übt den Torschuss. Einer der Drei geht im Spiel ins Tor, die beiden anderen in den Sturm, die restlichen Kinder dienen als Füllmaterial. Der Torwart mit dem Hammerschuss schlägt den Ball über das Feld vor den Strafraum des Gegners, wo er von den beiden Tormaschinen eingenetzt wird. Das Spiel endet 10:0 und Eltern, Trainer und mindestens drei der Kinder sind glücklich.

Betrachten wir das ganze mal unabhängig vom Ergebnis, dann erkennen wir, dass hier niemand etwas lernt. Spätestens in der Pubertät wird sich der körperliche Vorsprung der Frühentwickler ausgeglichen haben. Die im Training vernachlässigte Technik und Spielintelligenz machen sich nun bemerkbar. Die auf dem Kleinfeld überlegene Taktik verpufft auf dem Großfeld und die ehemaligen Tormaschinen funktionieren nicht mehr richtig, da sie nie im 1 gegen 1 geschult wurden. Wozu auch, sie mussten ja früher nur den Abschlag des Torwarts ins Tor befördern. Kurz gesagt: Gewinndenken hat im Kinderfußball keinen Platz und schränkt das Entwicklungspotenzial aller Spieler ein. Beim BSC Schwalbach soll das Kind verschiedene Positionen, Techniken und Lösungsmöglichkeiten ausprobieren und erleben können, um an den Erfahrungen zu wachsen. Zwar schwächt man sich durch die Rotation kurzfristig ein wenig selbst, doch langfristig wird man mit vielseitigen Fußballern belohnt, die durch ihre Erfahrung die verschiedensten Situationen erfolgreich lösen können.